Ein Blick in die Welt im Jahr 2050

Die Schwellenländer überholen den Westen.

Die Erwartungen an die Zukunft sind der Kompass für Investoren. Wo wird die Reise an den Märkten wohl hingehen? Wie entwickeln sich die Kurse in den kommenden Monaten? Welche Perspektiven bieten die nächsten Jahre? Langfristig orientierte Anleger in Sachwerte und Immobilien brauchen einen noch weiteren Blick nach vorne. Wie wird die Welt etwa in 25 Jahren aussehen? 

Bis zum Jahr 2050 dürften sich den gegenwärtigen Trends und Prognosen zufolge die Grundkoordinaten unserer Welt fundamental verändert haben. Europa und die USA werden ihre jetzt noch führende Rolle im globalen Geschehen an die aufsteigenden Schwellenländer abgeben müssen. Das wirtschaftliche Zentrum der Welt wird sich deutlich in Richtung Süden verlagern. Damit rechnet unter anderem Andrew Keiller. Er ist Partner beim schottischen Assetmanager Baillie Gifford und Experte für Emerging Markets. 

„Die Mittelschicht Asiens wird insgesamt größer sein als die Europas und der USA zusammen“, prognostiziert er für 2050 in einem Beitrag bei institutional-investment.de. 
Mehr Wohlstand, Kaufkraft und höheres Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern führen auch dazu, dass diese zunehmend ohne den Westen auskommen werden. Der Handel untereinander befindet sich laut Keiller schon jetzt auf einem Allzeithoch. Die bislang herausragende Rolle des US-Dollars als globale Handelswährung dürfte weiter bröckeln. Bereits vor zwei Jahren seien rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels in anderen Währungen abgewickelt worden, resümiert der Experte. 
 
Trumps Verhalten verstärkt Veränderungen 
Der Trend zu größerer Unabhängigkeit von Europa und den USA wird derzeit verstärkt durch die erratische Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump gegenüber den Handelspartnern. Sanktionen und Drohungen gegen Russland, China, Indien oder Brasilien dürften die Bestrebungen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) nach einer multipolaren Welt sowie nach alternativen Zahlungssystemen zusätzlich befeuern. 

Eine entscheidende Wohlstandsquelle für die meisten Schwellenländer sind ihre Rohstoffe. Auch wenn Industrie und Hightech-Sparten weitere Fortschritte erzielen, so dürfte die Nachfrage nach den Bodenschätzen künftig eine neue Dynamik entfalten. „Zwischen 2000 und 2022 stieg die Gesamtmenge der zur Deckung des Verbrauchsbedarfs geförderten Rohstoffe um 71 Prozent. Das war mehr als doppelt so viel wie das weltweite Bevölkerungswachstum im gleichen Zeitraum“, bilanziert Keiller. 

Für den Übergang zu erneuerbaren Energien sowie für das Wachstum der KI-Dienste werden seltene Erden und Mineralien in riesigen Mengen benötigt. Der notwendige Ausbau von Infrastruktur sowie die Erschließung neuer Lieferketten dürften laut Keiller außerdem zu einer noch weiter steigenden Nachfrage nach Stahl und Zement führen. Die kostengünstigsten Anbieter dafür befinden sich in den Schwellenländern, betont Keiller. Innerhalb der EU ist die Stahlproduktion in der Vergangenheit stark geschrumpft. 
 
Abhängigkeit von Exporten als Risikofaktor  
Die starke Abhängigkeit von Zulieferungen aus Übersee ist allerdings seit der Corona-Pandemie auch von den europäischen Regierungen als Risikofaktor erkannt worden. So versucht die EU nun, die Stahlproduktion in Europa mit neuen Vorschlägen für Maßnahmen zu schützen. In mehreren europäischen Ländern wird bereits in kleinen Mengen Lithium gefördert. Doch für die großen Mengen, die für die Industrie benötigt werden, zeigt sich zurzeit noch keine Alternative zu Importen aus den Schwellenländern. 

Für Fondsmanager Keiller bieten die aufstrebenden Länder somit erstklassige Chancen für Investoren. „Die Verschuldung in den Schwellenländern ist relativ gering, und der Internationale Währungsfonds prognostiziert ein doppelt so hohes Wirtschaftswachstum wie für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften“, konstatiert er bei institutional-investment.de. Doch bislang hielten sich die Anleger zurück. 77 Prozent aller globalen Aktienfonds seien noch Anfang dieses Jahres in Schwellenländern untergewichtet gewesen. Obwohl der wachsende Wohlstand dort zu höherem Energieverbrauch führe, seien die Investitionsausgaben für Öl und Gas um über 300 Milliarden Dollar hinter ihren Höchststand von 2014 zurückgefallen. Ein Missverhältnis, das Chancen biete, nicht nur für Aktienanleger. 

Wer in Sachwerte investiert, dürfte in den Schwellenländern vor allem in den Bereichen Energie und Infrastruktur fündig werden. Die Internationale Energieagentur schätzt den Investitionsbedarf für erneuerbare Energien in den Schwellenländern bereits bis 2030 auf über 1,4 Billionen US-Dollar, während dort 2024 nur rund 200 Milliarden Dollar investiert wurden. Auch für den Ausbau von Schienennetzen, Straßen, Internet und Rechenzentren wird aller Voraussicht nach der Kapitalbedarf mit zunehmendem Handel und Wohlstand steigen. Für Sachwertinvestoren könnten neben den klassischen Märkten Europa und Nordamerika auch die aufstrebenden Regionen ein spannendes Feld werden.

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